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Werkzeugpflege
Nur mit gutem Werkzeug, das wirklich voll funktionsfähig ist, können Heimwerker auch gute Arbeit leisten. Machen Sie es wie die Profis und pflegen Sie Ihr Handwerkzeug! Die Zangen müssen von Zeit zu Zeit in den Gelenken geschmiert werden, damit sie sich leicht und mühelos bewegen lassen. Ein Sprühöl oder Kriechöl ist nicht nur für die Leichtgängigkeit der Gelenke wichtig, sondern sorgt auch für Korrisionsschutz...

Nur mit gutem Werkzeug, das wirklich voll funktionsfähig ist, können Heimwerker auch gute Arbeit leisten. Machen Sie es wie die Profis und pflegen Sie Ihr Handwerkzeug!

1 Die Zangen müssen von Zeit zu Zeit in den Gelenken geschmiert werden, damit sie sich leicht und mühelos bewegen lassen. Ein Sprühöl oder Kriechöl ist nicht nur für die Leichtgängigkeit der Gelenke wichtig, sondern sorgt auch für Korrosionsschutz. An der Gelenkstelle gut einsprühen und einziehen lassen, dann mit einem Lappen den Rest des Schmiermittels abwischen.

2 Die Gelenke des Meterstabes (wie der Zollstock richtig heißt) müssen ebenfalls von Zeit zu Zeit geschmiert werden. Dafür nimmt man aber kein flüssiges Schmiermittel, sondern ein Pulver. Graphit gibt es in kleinen Flaschen mit Pipette, so dass Sie es gezielt nur an die Verbindungsstelle sprühen können. Dieses Schmiermittel ist übrigens auch für die Schließzylinder von Haustür oder Autotür genau richtig.

3 Scheren schneiden besser, wenn man mit ihnen gelegentlich ein Stück Schleifpapier durchschneidet. Dadurch werden die Kanten der Schneiden geschärft. Wichtig: Das Gelenk der Schere darf nicht viel Spiel haben. Sonst die Schraube vorsichtig nachziehen, bis die beiden Teile sich ohne Spiel, aber noch leicht aneinander vorbei, bewegen lassen.

4 Die Sohle eines hölzernen Hobels wird im Laufe der Zeit ungleichmäßig abgenutzt. Um sie wieder ganz plan zu machen, und damit die Qualität der Hobelarbeit wieder zu verbessern, muss die Sohle geglättet werden. Ein Stück feines Schleifband auf eine ganz glatte Unterlage kleben und den Hobel vielfach hin- und herbewegen, bis keine Unebenheiten mehr zu sehen sind.

5 Nachgeschliffen werden die Hobelklingen am besten auf einem ganz planen Schleifteller. Die Bohrmaschine stellen Sie auf höchste Drehzahl ein, das stabilisiert den flexiblen Teller zusätzlich. Nicht zu lange schleifen und nicht zu heftig andrücken, damit der Stahl nicht ausglüht. Ab und zu in kaltem Wasser kühlen.

6 "Abziehen" auf einem feinen Nassschleifstein gibt allen Schneiden, vom Hobelmesser bis zur Klinge des Stecheisens, die richtige Schärfe und eine glatte, schartenlose Fläche. Zum Schleifen die Klinge ins Wasser tauchen, dann immer genau parallel zum Winkel der Schneidfläche auf dem Stein hin- und herbewegen. Klinge vorsichtig abtrocknen, leicht einölen und wieder abwischen.

7 Auch die Korundscheibe Ihrer Schleifmaschine muss von Zeit zu Zeit nachgeschliffen werden. Wer kein gehärtetes Stahlwerkzeug zum Abrichten der Scheibe kaufen will, kann auch mit einem Schleifstein, genau parallel zur Führung gehalten, dem Rand der Schleifscheibe seine alte Form wiedergeben.

8 Sägeblätter sollten sauber sein, damit sie problemlos durch das Holz gleiten. Harzrückstände auf den Sägeblättern entfernen Sie mit Spiritus. Vorsichtiges Einölen des Sägeblattes schützt die Metalloberfläche vor Korrosion. Nicht zu viel Öl nehmen, damit beim Sägen das Holz nicht fleckig wird.

9 Hammerstiele sind eine Gefahr, denn die Metallfinne kann bei heftigen Schlägen einfach abfliegen. So befestigen Sie Hammerstiele wieder: Den Stiel herausnehmen und mit einer Feinsäge einschneiden. Dann den Hammer wieder mit dem Stiel verbinden und einen kleinen Metallkeil in den Schnitt in der Stirnfläche des Stiels eintreiben. So spreizt sich das Holz und hält fest.

10 Mit einer feinen Drahtbürste, am besten einer Messingbürste, lassen sich Holzreste aus den kleinen Schneiden von Raspeln und Feilen wieder herausbürsten.

11 Nachschärfen einer Handsäge: Zwischen zwei Brettern eingespannt bekommt das Sägeblatt Stabilität. Mit einer feinen Dreikantfeile wird dann genau in der Richtung der bisherigen Schärfung (Zahnung mit einer Lupe betrachten) vorsichtig nachgefeilt. Dies gilt nicht für hartmetallbestückte Zähne.


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